Florence Nightingale und der Entwicklung der Krankenpflege als bürgerlicher Frauenberuf


Florence Nightingale Der evangelische Pfarrer Immanuel Friz über Florence Nightingale in Kaiserswerth (von 1912)
"Nie ist mir ein edlerer Ton, eine reinere Hingebung begegnet als dort. Da gab es keine Nachlässigkeit. Das war um so bemerkenswerter, weil viele von den Diakonissen nur Bauernmädchen gewesen waren; keine einzige gebildete Frau war damals darunter. - Die Kost war ärmlich; keinen anderen kaffee gab's als Gerstenkaffee, keinen Luxus als Reinlichkeit."


Treffliche Beobachtungen und Bemerkungen von Florence Nightingale über die Eigenheiten vieler Kranken und das Verhalten der Pflegerinnen dazu
"Das Buch der berühmten englischen Krankenpflegerin enthält viele sehr feine Beobachtungen und Bemerkungen über die Eigenheiten vieler Kranken und über die Pflegerinnen. Nachstehend sind einige dieser Sätze mit den eigenen Worten der trefflichen Frau, die so unendlich viel für die Verbesserung der Krankenpflege getan hat, wiedergegeben."


Claudia Bischoffs "Krankenpflege als Frauenberuf" - ein moderner Klassiker (aus: Jahrbuch für kritische Medizin 8, auch: Argument Sonderband AS 86, Berlin 1982, S. 13 - 27)
"Zum Verständnis des Verhältnisses Frau-Krankenpflege ist es notwendig, sowohl die Entstehung der bürgerlichen Frauenrolle als auch die Entwicklung der Krankenpflege zum Frauenberuf in ihren historischen Aspekten zu untersuchen. Erst auf diesem Hintergrund werden heutige Probleme verständlich. Wenn ich mich dabei im folgenden hauptsächlich auf die bürgerliche Frau beziehe, geschieht das, weil zum einen die neue Frauenrolle nur für die bürgerlichen Frauen - als Frauen der herrschenden Klasse - galt und zum anderen die Krankenpflege im 19. Jahrhundert zum Beruf für die bürgerliche Frau wurde."



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