Kleine Kammermusik

Verkammerung

oder: mit Ideen von vorgestern zur Enttäuschung von morgen ...




Die Gewerkschaft ver.di zur Pflegekammer.
"Die Aufgaben, die Pflegekammern zugedacht sind, können bereits heute durch die entsprechenden Organisationen wie Gewerkschaften, staatliche Behörden und Berufsverbände erfüllt werden. Eine Aufwertung der Pflegeberufe ist möglich, dazu bedarf es jedoch keiner Kammern. Das Ansehen eines Berufsstandes ist eng an die Vergütungsmöglichkeiten und an die Arbeitsbedingungen geknüpft.Eine Pflegekammer könnte nichts an den bestehenden Arbeits- und Einkommensbedingungen verändern, aber sie würde die Beschäftigten Geld kosten. Für die Ausgestaltung der Vergütungsmöglichkeiten sind die Sozialpartner zuständig. Um höhere Vergütungen und Verbesserungen im Gesundheitsschutz zu bewegen, sind ein breites Engagement, gesellschaftliches Umdenken und die Unterstützung der Pflegekräfte notwendig."



Die FDP-Landtagsabgeordnete Sylvia Bruns zur Pflegekammer in Niedersachsen




Bundesverband für freie Kammern
Der Verein ist aus einer Ende November 1995 gebildeten Interessengemeinschaft entstanden und am 14.03.1996 in Dortmund als eingetragener Verein gegründet worden. Er fordert im Wesentlichen eine Änderung der bestehenden Gesetze zur Regelung der Rechte von Kammern für Industrie, Handel- und Handwerk und Berufsstände dahingehend, dass künftig …
- die Mitgliedschaft in Kammern freiwillig ist
- demokratische Wahlen stattfinden
- die Kammertätigkeit auf genau bestimmte Aufgaben begrenzt wird





Das Netzwerk für eine freie Pflegekammer Rheinland-Pfalz

Die Mitglieder dieses Netzwerkes sind Kritiker der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz "weil sie den gesamten Entstehungsprozess sowie das Zustandekommen der LPK kritisch beobachtet haben. Einzelne Mitglieder haben im Vorfeld Petitionen im Landtag bzw. Onlinepetitionen eingereicht um eine Zwangsmitgliedschaft zu verhindern, was jedoch scheiterte."

Kritikpunkte sind z.B.:
"Das Land ist selbstverständlich berechtigt, eine Kammer, auch ohne Befragung der Betroffenen, per Gesetz zu beschließen. Im Fall der LPK RLP beruft sich das Land jedoch auf eine Befragung, welche zum einen nicht repräsentativ ist, zum anderen Nichtbetroffene (z.B. Schüler) einschloss. In Folge dessen ist das Ergebnis nicht aussagekräftig und kann somit nicht als vermeintliche Legitimation dienen.

Die Vertreterversammlung der LPK wurde auf undemokratische Weise gewählt. Dem Gründungsausschuss ist es leider nicht gelungen, rechtzeitig alle potentiellen Mitglieder zu registrieren; es wurden lediglich etwa die Hälfte der Mitglieder vollständig bis zum Stichtag registriert, ist somit seiner Aufgabe nur unzureichend nachgekommen. Somit waren nur etwa 50% der Mitglieder wahlberechtigt.

Die Vertreterversammlung repräsentiert die Mitglieder nicht Ihrer tatsächlichen Verteilung innerhalb der Berufsgruppen, so sind überproportional viele Pflegemanager/- Pädagogen/ und –Wissenschaftler vertreten; des Weiteren hat ein relativ hoher Anteil von Arbeitgebern, bzw. Arbeitgebervertretern den Weg in die Vertreterversammlung gefunden..., hier dürfen durchaus Interessenkonflikte vermutet werden!