DELIRIUM


Aus meinen Gläsern säuft die Uhr sich voll.
Der Stundenzeiger weiß nicht, ob er torkeln soll.
Die Plüschgardine hat sich umgebracht.
Ich bin der Staub, der neben ihrer Leiche wacht.
Ich bin das Tier im Vertiko,
der Schatten dort und seine Kralle.
Hyänenfüße lichterloh
gehn ihren Doppelgängern in die Falle.
Und meine Angst im Federbett
bekleidet dürftig ein Skelett.
Das hebt den Kopf und will bewundert sein
und nennt sich tapfres Schneiderlein.
Aus meinem Sofa quillt hervor
das Pferdehaar mitsamt Spiralen,
und Reiter poltern durch den Korridor,
die arme Teufel an die Wände malen.



Günter Bruno Fuchs